Cosy

Cosy

Was lange währt… geht am Mittwoch online. Einfach so. Ohne grosses Drama, ohne Absturz, Herzinfarkt und böse Worte. Ich bin hochbeglückt. Die neue Website der SalZH (www.salzh.ch) hat nach jahrelangem Ringen und zähen Verhandlungen, nach Verschiebungen, Vertröstungen und Verwerfungen doch ganz plötzlich Gehör gefunden. Budget gesprochen, umgesetzt, befüllt… Hammer!

Nach soviel Arbeit (ich habe immerhin gut die doppelte Ration gearbeitet die letzten 6 Wochen – der Haushalt versinkt in der Misere, nun ja, das gibt es) habe ich mir vor der grossen Sintflut (einmal mehr zogen gewaltige und zerstörende Gewitter- und Hagelströme über die Schweiz) eine ganz private Auszeit mit den Hunden gegönnt. Mein textiles Engagement in den Bergen wollte auch mal wieder etwas Input von mir, die Haare mussten ferienmässig justiert werden und in Kombination mit der Eröffnung des Festival da Jazz – was will Frau mehr?

Am Freitagmittag ein tolles Konzert in tollem Ambiente – Gregg Galli auf der Lakeside-Stage – eine kleine, feine Bühne mit tollem Ambiente, leider furchtbar langweiliges Publikum, das maximal in den Schuhen versteckt, dezente mit der kleinen Zeh zum Takt wippte. Aber was mich hier umso mehr faszinierte…

…ein Werk, welches da vor meinen Augen mit Schwamm, Farbtube, mit Pinsel, Spachtel und viel Schwung in einem gewaltigen Tempo entstand. Ich war und bin schockverliebt und hätte ich grad dermassen grosse Wände frei… ok, ein Blick in die Preisliste hat mich dann doch etwas zögern lassen… «Segantini X Guillaume» – Guillaume Bruère, ein französischer Künstler, der bevorzugt alte Meister kopiert, neu interpretiert und in einem Affenzahn den Kern eines Werkes erkennt. Oder wie das Tagblatt anlässlich einer Ausstellung im Kunsthaus Zürich schrieb: «Der Künstler, der nur Schnellzug fährt!»

Mit genau diesem Schnellzug hat er die Berge in den strukturierten Himmel gepinselt, den Wald angedeutet… flitzt von links nach rechts über die Bühne, kauert nieder, pinselt hoch oben, verreibt, verschmiert, strukturiert… ach, ich hätte stundenlang zusehen können.

Jetzt bin ich wieder in den Niederungen, die Hunde sind abgetrabt und liegen friedlich im Gang, die feucht-warme schwüle Nachmittagswärme drückt auf den Elan… oder ob es doch am gestrigen ausgiebig genossenen Abend lag? Hundemenschen sind nicht ähnlich, aber sie sind verbunden durch ein Hobby. Oder stellen bei ausgiebigerem Gespräch (bei Gin und so :-)) fest, dass da noch ganz viel mehr verbindet…

Was es übrigens mit COSY auf sich hat… irgendwie habe ich es nach einer halben Ewigkeit am Computer doch noch geschafft, ein Probeexemplar zu nähen. Für einmal nicht aus Double Gauze, sondern aus einem Leinen-Baumwollmischgewebe von Nerida Hansen. Das «Loosen-Up-Log-Sleeve-Top». Was fehlt, ist der «Streberstreifen» für eine perfekte Verarbeitung am Halsausschnitt, aber wie gesagt, es ist ein Probeexemplar. Ich habe ja noch mehr Stoff da bestellt… wunderbare farbenfrohe Designs, endlich einmal was anderes….

Schnitt: Loosen-Up-Long-Sleeve-Top von Nerida Hansen, Stoff: Summer Sport Navy Large (ok, meine Farbe anscheinend ausverkauft)

So, wir biegen ein auf die Zielgerade vor den Sommerferien und wir freuen uns, wie blöd auf diese! Musik, Kunst, Kultur, aber auch schlafen, wandern und «sein» ist geplant. Wir werden berichten. Erst gilt es noch aufzuräumen…