Woche 14

Woche 14

Was doch ein wenig Regen ausmacht… zwar ist es immer noch ziemlich frisch, aber die Feuchtigkeit hat die Natur explodieren lassen. Und ab und an gibt es gar ein paar blaue Störungen am Himmel.

Gerade richtig, um etwas über den Sinn des Lebens zu sinnieren. Und darüber, weshalb man bei Wind und Wetter den Wuff erzieht. Immerhin.. er kann es!

Nicht brillant (dazu müsste man das Dummy etwas netter ausgeben…), aber bestanden und ein nettes Foto oben drauf. Von Elio und mir! Was will frau mehr?

Es sind die kleinen Freuden im Tag, die das Leben lohnenswert machen. Die Grosswetterlage ist nämlich übel. Sehr übel. Die Situation mit Flüchtlingen aus der Ukraine, mit Menschen, die nicht freiwillig hierher gekommen sind, die alles hinter sich gelassen haben um das nackte Leben zu retten, sie geht an die Nieren. Diese Flüchtlinge waren noch nie ausserhalb ihres kleinen Dorfes, sie sprechen nur russisch, kennen nur die kyrillischen Schriftzeichen, haben kein Geld, kein Beziehungsnetz, verstehen uns nicht, verstehen wir sie?

Sie sind jetzt hier, gelandet, gestrandet in Winterthur, versuchen sich im Busnetz der Stadt zu orientieren, besuchen Amt X und füllen Formular X aus, verstehen nichts. Die Schule für die Kinder findet online statt – Fliegeralarm, der Lehrer verschwindet vom Bildschirm und keiner weiss, ob und wann er zurück kommt. Schule hier? nein, weshalb dann? schliesslich sind sie im Sommer zurück…

Ein grosses Dankeschön allen anderen, die ihr Bestes geben! allen, die mit Geld, Möbeln, Kleidung, Schulbüchern, Laptops und vielem mehr Menschen begleiten, unterstützen und so versuchen, das Leid etwas zu lindern. Und etwas Zuversicht zu verbreiten, auch wenn, wie gesagt, meine eigene Einschätzung der Grosswetterlage alles anderes als rosig ist.