Sein, wie man ist

Sein, wie man ist

Ich habe es letzte Woche schon angetönt, die grossen Ereignisse… gemeint war ein Geburtstag, ein runder, grosser noch dazu, im Hundebekanntenkreis. Wie schön, haben wir Erika überraschen können und der Geburtstagskuchen mit aufgeklebten Labis noch das Tüpfli auf dem i! Nach Waldfondue aus dem Topf, mit Brotmöckli aus der Schoss und Weissweindepot daselbst ebenso!

Ich habe aber auch darüber nachgedacht, weshalb ich in einer Woche, wo ich überhaupt keine Zeit habe, auch noch an einen solchen Geburtstagsanlass fahren muss. Und weshalb die Kuchen (könnte man ja auch kaufen…) auch noch gebacken und eingepackt und das Fondue organisiert und abgeholt werden muss. Tja, weshalb bloss?

Nun ja, der Schlüssel zur Motivation sind die Menschen. Bei meinen Hundemenschen bin ich Tina. Fertig. Ich muss nix, bin niemand (oder jedermann), ich bin authentisch und ungeachtet der Schlammkrusten (um die man halt einfach nicht herum kommt), bin ich ich und darf ich ich sein. Mit all‘ meinen Macken und Vögeln, mit Ecken, Kanten und meine Rundungen… Und die anderen ebenso. Irgendwie habe ich ein Alter erreicht, an dem ich mir selbst genüge, an dem ich keine/n brauch‘, der mir sagt, was in, angesagt, richtig, falsch oder sonst etwas ist. Ich muss nicht «weil man das so macht», ich brauche nicht «weil das jetzt IN ist» und ich trage ungeniert bauchfrei, hochgeschlossen oder jagdgrün, ganz einfach, wann und weil mir danach ist. Ist das nicht wunderschön? Vermutlich, sagt die ketzerische Stimme, bist Du einfach alt und es interessiert eh niemanden, was Du tust oder eben nicht. Umso besser…

Und genau, weil die Woche schon pumpenvoll war, habe ich natürlich auch meinen längst geplanten Ausflug in eine andere Welt nicht abgesagt. Vielmehr habe ich mich sehr gefreut, gibt es noch andere, durchgeknallte Nummern in meiner Familie, die sich mit mir tatsächlich frühmorgens bereits um 0630h treffen… die Entscheidung war goldrichtig und der Kaffee mit Croissant bei der Eröffnung im Kaffee des Blumenladens einfach köstlich! Wobei «Blumenladen» die Sache vielleicht nicht ganz trifft, aber ergiebig war es allemal.

Und wie es sich für den Besuch in dieser Gegend gehört, gibt es zum Mittagessen «Filets de perche» – leider ohne Weisswein! eine goldrichtige Entscheidung, wie sich auf dem Heimweg herausstellte!

Und nein, meine Tasche war nicht so gross, weil ich bei Kat & Kat soviel gepostet habe, vielmehr war das eine Stück seehehr umfangreich. Und ich sage nur: wärmt auch über den Hintern! Herrlich!

Und AnnA freut sich über die Leggings, die sogar bis zu den Füssen reichen und endlich einmal genug lang sind!

Der Heimweg war zäh. 5 Unfälle auf der Autobahn zwischen Morges und Winterthur. Stau gefühlt ab dem Genfersee, aber wie Kat so schön geschrieben: «dafür das Auto voll mit schönen Dingen und das Herz voller schöner Eindrücke!» Oh yes, my dear, auch wenn Du mittlerweile am anderen Ende der Schweiz wohnst, die schönen Erinnerungen an gemeinsam Erlebtes sind das, was am Ende des Tages zählt. Gemeinsame Erlebnisse, gemeinsam etwas tun, auf die Beine stellen, gemeinsam feiern, lachen, weinen…

Die nächste Woche steht vor der Türe. Es wird wieder eine spannende werden, das ist gewiss. Bleibt gesund, macht etwas und geniesst, das, was ist!