Woche 49 – Quarantäne

Woche 49 – Quarantäne

Es kam, wie es kommen musste… Eric hat sich mit dem elenden Virus in der Schule angesteckt und hat am 24.11. forfait geben und sich fortan dem Schlaf ergeben. Isolation bis 02.12.2020 und ein grosser SMS- und Telefonkrieg mit dem Contact Tracing und dem BAG.

Wir haben es versucht mit der Isolation. Also Eric nur im Zimmer. Den ganzen Tag. Wir nur mit Maske hinein, er nur mit Maske raus. Alles desinfizieren, putzen, waschen… hat nicht geklappt und ich habe am Freitagmittag schnellgetestet (Ergebnis war nach 10′ sonnenklar) und habe mich am Freitagabend dazu gesellt… seither schlafen wir Stund um Stund, wir sind müde ohne Ende und nur langsam (aber sicher!) kommt der Alltag zurück.

Ein Glück, dass sich AnnA und Koni in die Quarantäne abgesetzt und nicht angesteckt haben. So können wir in aller Ruhe unsere Isolation absitzen… morgen bin auch ich erlöst und -mindestens theoretisch- kann ich dann wieder über alle Berge sausen. Theoretisch. Wenn dann da nicht das Schneechaos herrschen würde. Und ich keinesfalls fähig bin, zu sausen…

Aber trotz allem, haben wir es irgendwie geschafft, etwas weihnächtliche Stimmung ins Haus zu tragen. Wir haben -maskiert- Adventsgestecke gebastelt haben -maskiert- ein Lebkuchenhaus gebacken und irgenwann auch noch AnnAs Geburtstag gefeiert. Der allerdings ging ziemlich unter… das Päckli nicht fertig, weil Bestandteile am Zoll in der Warteschleife hängen, Kuchen nicht gebacken, weil gar niemand da, geschweige dann hungrig… sobald wir wieder einmal alle miteinander am Tisch sitzen, gibt es einen anständigen Schoggikuchen, versprochen!

Wir wünschen Euch etwas ruhigere Adventszeiten und he, bleibt gesund! wir wissen jetzt, wie anstrengend das Virus für «normale» Menschen ist…

Und noch etwas muss gesagt werden: Die Schweiz macht eine ziemlich miserable Falle. Und ihre Regierung dazu – herrgottnocheinmal! Worum geht es eigentlich?

«Dass in den letzten 14 Tagen rund 1000 Menschen am Coronavirus gestorben sind, relativiert Maurer. «Der ganz grosse Teil sind über 80-Jährige». Unter den Fünfzigjährigen seien, so glaube er, in letzter Zeit nur 31 gestorben.»

Ach genau, dann ist es ja nicht so schlimm. Was sind schon die etwa 100 Toten täglich? Wie war das mit dem lebenswerten Leben? Die Aussage von BR Maurer ist schockierend. Noch schockierender ist allerdings die Tatsache, dass der Kerl dafür nicht umgehend öffentlich geohrfeigt, geteert und gefedert wird. Wir machen eine miserable Falle, jawoll!

Nicht besser macht es sein Parteikollege (!!!wir sollten bei den nächsten Wahlen daran denken) Aeschi…

Auf Anfrage kündigt Thomas Aeschi nun an, nächste Woche im Parlament eine Motion zur Thematik einreichen zu wollen. Das Ziel: Herauszufinden, wie viele Corona-Fälle auf Schweizer, auf Personen mit Migrationshintergrund und wie viele auf Personen ohne Schweizer Pass zurückgehen. «Wenn die Zahlen beweisen, dass Ausländer überproportional von unserem Gesundheitssystem profitieren, muss man für sie höhere Tarife einführen, da das Gesundheitswesen stark durch die Schweizer Steuerzahler subventioniert wird.»

Ich kann verstehen, wenn wir im Ausland schräg angeschaut werden. Auf Anhieb fallen mir da grad noch weitere Themen dazu ein… Stichwort: Skisaison eröffnen – ganz Europa hat beschlossen, die Skiorte bis zum 10.01. geschlossen zu halten, aber nein, die Schweiz ist ja was Besseres. Die managt ja die Coronakrise so wunderbar, dass wir auch mit Corona -natürlich- die Skiorte öffnen können. Schutzkonzepte und Papipapo. Wer’s glaubt, wird selig. Oder stirbt glücklicher…

Nachdenkliche Grüsse, leicht entnervt!