Very strange!

Very strange!

Eine Maturfeier in Corona-Zeiten ist merkwürdig… daran hat eigentlich niemand gezweifelt. WIE merkwürdig es dann aber trotzdem war…

Es begann nach langem Hin- und Her, vielen Mails und Korrigendamails schon damit, dass jeder Absolvent nur maximal zwei Begleitpersonen mitnehmen durfte. So sassen wir dann familiär gebüschelt, mit gebührendem Abstand zu Nachbars natürlich, wie die Hühner auf der Stange, klassenweise arrangiert und mit orchestriertem Eingang in kleinen Gruppen.

Die Alten üblicherweise maskiert (es war übrigens SEHR warm darunter, weiss gar nicht, was mehr tropfte, das Make-Up, der Lippenstift oder bloss die Rotznase), die Jungen allesamt aufgebretzelt ohne Ende, auf hohen Absätzen schick oder weniger stöckelnd und auf jeden Fall glückselig strahlend und etwa zu 30% maskiert.

Nach einer kurzen, knackigen des Rektors und einer lampigen, wenig gehaltvollen Ansprache zweier Maturandinnen wurde es dann langsam, aber sicher spannend….

Klassenweiser Aufruf nach vorne, überreichen der Zeugnisse, freundlich lächeln für den Fotografen… und Abgang auf der richtigen Seite der Treppe, damit möglichst wenig Virenmaterial durcheinander gewirbelt werden konnte.

Deutlich entspannter und auch inhaltlich gehaltvoller ging es danach im kleineren Rahmen weiter… ein wunderschöner Abend mitten in der Altstadt im gemütlichen Garten von der Krone. Da, wo vor ewigen Zeiten das Großmami und der Großpapi Hochzeit gefeiert haben.

Mit lieben Menschen, die AnnA in diesen nicht immer nur einfachen Jahren beigestanden haben, die sie mit Rat, Tat, mathematischer Explikation, moralischer, nervlicher Unterstützung oder treuem Dasein unterstützt haben und einem musikalischen Reigen von AnnAs Wunschliedern, die zwar allesamt etwas gedämpft klangen, aber mit Erics Eigenkomposition «Cold and empty world» auch an Großmami und Grosspapi erinnerten, die bestimmt vor Stolz spätestens an diesem Abend geplatzt wären!

Es war ein wunderschöner, würdiger Abschluss der Mittelschulzeit. Und so erstaunt es nur wenig, dass AnnA auch kurz vor Mitternacht und hundemüde, noch immer strahlen konnte, wie ein Maikäfer 🙂

Und heute? hängen wir alle etwas in den Seilen – feiern ist anstrengend!