Die Zeit saust…
Mittlerweile ist schon bald Herbst. Von Woche 30 zack auf Woche 34. Und die liegt auch schon wieder in den letzten Zügen. Weshalb ist’s dann hier so still?

ok, zum einen könnte das mit meiner kaputten RECHTEN Pfote zusammen hängen, die alles so furchtbar langsam und umständlich macht. ALLES. Also auch BH schliessen, Hose raufziehen, Rüebli rüsten, von töggelä ganz zu schweigen. Seich. Aber die Wanderung von St. Moritz Bad über Muottas Schlarigna war genial. Und genial einsam. Das rutschige Felsband im Abstieg nach Pontresina hätte trotzdem nicht sein müssen. Doof.
Egal! sehr dankbar habe ich die Dienste der Klinik Gut in Anspruch genommen – Zickzack, ein violetter Gips und 3kg Schmerzmittel später war ich schon fast wieder geflickt.


Immerhin so geflickt, dass ich den mir angebotenen MRI-Termin ausgeschlagen und auf den Folgetag verschoben habe. Ich hatte ja schliesslich ein wichtiges Date am 3. August… Koni und ich haben die Hunde in die Obhut der Chesa Canis gegeben und sind eine gefühlte Ewigkeit durch die Schweiz gefahren. Engadin-Oberwallis ist so in etwa die allerdoofste Strecke, die es in der CH zu fahren gibt. Aber spannend.
Flugs das Auto in Andermatt parkiert und den Zug bestiegen und dann waren wir da. Im Bula, im Bundeslager der Pfadfinder. Freundlich abgeholt durch ein dreiköpfiges Begrüssungsteam, welches uns durch die beeindruckende Lagerstadt führten. In einem Wort: saugeil!













Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen… gäbe es die Pfadi nicht, müsste man sie glattwegs erfinden. Es ist sehr wohltuend zu sehen, mit welcher Ordnung und Disziplin diese 35’000 Menschen miteinander leben. Es besteht noch Hoffnung für die Menschheit… nein, man latscht nicht einfach quer durch das mit Bändern abgesperrte Gelände der anderen Pfadi, sondern fragt höflich, ob man sich in den Schatten setzen dürfe, weil man einen Posten zu betreuen habe. Es ist ja eigentlich ganz einfach…
Tief beeindruckt, gut gar gekocht und ziemlich müde von all‘ den Eindrücken sind Koni und ich im Laufe des Nachmittags wieder von dannen gezottelt und haben am Abend etwas verfrüht, aber dafür sehr ausgiebig unseren 30. Jahrestag gefeiert.
Einhändig geht leider nicht ohne Hilfe und so habe ich etwas früher als geplant das Engadin verlassen und bin zurück nach Winterthur gereist. Nur um da festzustellen, dass auf der Baustelle so ziemlich rein gar nix erledigt wurde… einhändig kann ich zwar wenig tun, aber ausrufen und rumtelefonieren geht einwandfrei. So ist in der Zwischenzeit doch einiges auf dem Bau geschehen. Endlich können wir unsere Porch, unsere Laube mit Belag geniessen. Herrlich bei diesen Temperaturen!




Eric war noch etwas in Kalabrien mit seinem Freund… das italienische Familienblut drückt grad MASSIV durch. Die Handbewegung….
Jetzt motzt er über Mamas Küche, schwärmt von Nonnas Küche und ist braungebrannt.


Auch die schönsten Sommerferien haben irgendwann ein Ende und Eric ist in sein allerletztes Schuljahr gestartet. Meine Güte!
Gestartet übrigens grad mit der Chemie-Vormatur. Brrrr… aber die gute Nachricht ist, dass Chemie jetzt nie mehr Pflichtfach ist 🙂
Und was machen die Girls? AnnA hat ihre postmaturitäre Wirtschaftsausbildung an der Kaderschule Zürich abgeschlossen. Erfolgreich noch dazu! das Praktikum bei der SVA ist auch vorbei und jetzt haben wir die Gunst der Stunde genutzt und sind zu Weiberferien (gewünscht war: Sonne, Strand, Meer) aufgebrochen. Wir haben lange gesucht, diskutiert, wieder verworfen und doch gewählt… und sind in Cascais, nahe Lissabon gelandet. Mit einem Wort: wunderschön!































Ich merke gerade, WIE SEHR ich das Meer vermisst habe! Das Essen hier ist einfach wunderbar. Alles. Auch wenn wir kein Wort portugiesisch verstehen, Essen immer ausgezeichnet. Und der Wein dazu auch. Wir geniessen die letzten Tage hier und bald, bald sind wir auch wieder daheim. Die Männer sind fleissig, haben es im Griff, nur Nero trötzelt. Und legt sich mit Schmuddelpfoten auf MEINE weisse Bettwäsche…

Wir wünschen eine gute Woche!