Woche 29

Woche 29

Grosse Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten weit voraus. Das Bu-La 2022, das Bundeslager der Pfadi mit weit über 30’000 Teilnehmenden, startet diese Woche endlich. Und was betrifft mich das? Nun… sagen wir es mal so, zu einem aktiven Pfadi gehört aktives Personal. Ist dieses anfänglich vor allem dafür verantwortlich, dass der Rucksack anständig gepackt ist, dass Wanderschuhe verfügbar und Hosen im Anschluss ans Lager wieder sauber werden, so ist es bei den Älteren eher die Logistik, die noch etwas unterstützt werden muss.

Seit April hat meine liebe Stickmaschine in (mehr oder weniger trauter…) Zusammenarbeit mit mir 100 Sonnenschutztüechli zugeschnitten, eingespannt, bestickt, ausgespannt, gewaschen, getrocknet und zusammengefaltet. Jetzt sind sie im Einsatz!

Es braucht Chauffeure, Transportesel, Einkäufer und die älteren Pfadis, die bereits seit Mittwoch eifrig am Werk sind und die Zeltstadt um gigantische Bauten erweitert haben. Ja natürlich, Jungs, grösser, besser, schöner, schneller… aber so ganz unrecht hat der Kommentator im Tagi nicht…

Die Pfadfinderbewegung zeigt im Goms, was die Schweiz in ihrem Innersten zusammenhält: Respekt, Gemeinsinn und der Wille, Grosses zu schaffen. An Letzterem sollte sich auch der Bundesrat ein Vorbild nehmen.

Philipp Reichen im Tages-Anzeiger vom 23.07.2022

Erfahrungsgemäss hören wir jetzt nichts mehr bis in zwei Wochen. Dann aber -nach WASCHEN, LEGEN- werden wir zugetextet ohne Ende. Viele spannende Erlebnisse, harte Kämpfe gegen die Sonne, das Schlafmanko und die andere Küche und einige Anekdoten, bleiben letztendlich legendär.

Milou! häsch Du alli Guetzli gässä?

sehr junger, sehr entrüsteter Pfadi, morgens kurz nach 0500h zum tiefschlafenden Milou im Leiterzelt. Und nein, er war’s nicht!

Und am Samstag, in aller Hergottenfrühe (präzise kurz nach 0500h) ist auch noch AnnA von dannen gedackelt. Mit dem Lunch in der Hand. Man beachte das Red Bull…. war wohl nötig!

Es gab aber nicht nur Pfadi diese Woche… die hohen Temperaturen…

…haben die Hunde und mich in die Höhe getrieben. Und da war es am Dienstagmorgen frisch. Sehr frisch sogar. So frisch, dass ich blitzartig den Gottseidank im letzten Moment eingepackten Faserpelz übergeworfen habe. Aber ich meine für DIESEN Anblick…

Lago Bianco

Ist man mausbeinallein (von den Hunden mal abgesehen) geht die Post ab. Ich habe wenig geschlafen, viel gearbeitet, viel gehirnt und viel genossen. Wir wünschen eine schöne Sommerwoche!