1. August
Der Schweizer Nationalfeiertag am 1. August gehört zu den Sommerferien, wie das Glacé noch vor dem Mittagessen. Wir sind gerüstet…

Der Tag versprach heiss zu werden und so habe ich mich mit den Hunden bereits früh in die Höhe gewagt.
Wunderschöne Wanderung, leider infolge sturem Stier samt Herde inmitten des Wanderwegs nicht zu Ende absolviert. Statt nach dem Lej Muragl über einen kleinen Pass ins wilde Val Champagna nach Bever abzusteigen, habe ich auf dem Pass wieder umgedreht und mir dafür nebst einem Stück Kirschkuchen zum Ingwer Beer die grandiose Aussicht ab Muottas Muragl gegönnt.
Ich meine bitte sehr, was will frau mehr?
Aber zum 1. August gehört auch eine 1. August-Feier. Natürlich. Wie aber feiert man 1. August mit Corona-Regeln, bei Gewitteransage, leichtem Getröpfel und noch dazu bei Feuerverbot?

Eine etwas andere 1. August-Feier mit etwas anderen Ansprachen – selten so etwas Motivierendes, Frische, Visionäres gehört. Toll, einfach toll! Dummerweise kann ich das nicht verlinken – beim St. Moritz TV gibt es hoffentlich die Sendung bald im Archiv.
Und nein, auch der Humor kam nicht zu kurz, weder in der Ansprache des umtriebigen Gemeindepräsidenten Christian Jott Jenny, noch beim Aargauer Verleger Peter Wanner, noch beim jungen SP-Bündner Nationalrat Jon Pult… und schon gar nicht beim letzten Redner, beim Altbundesrat B. der mit seinen «lieben Frouen und Mannen» mit korrekt hochgekrempelten Ärmeln und den wehenden Armen in der Person von WAM, von Walter Andreas Müller so ziemlich klar und deutlich den Ewiggestrigen im Reduit einen Spiegel vorhielt. «Solidarität ist, wenn das Geld in den rechten Händen ist!» genau so soll es sein… vermutlich!
Wir wünschen der ganzen Schweiz genau so viel Verrücktheit, Kreativität und Offenheit, wie wir an dieser Feier erlebt haben! auf dass der Staub bald aus dem Schweizer Gebälk geblasen wird und die negativen Miesmacher, Ewiggestrigen, Verhinderer und Sesselkleber überrollt (und ich schreibe bewusst nicht: rechts überholt) werden.




